Gemeindenachrichten Dienstag, 24.01.2012 Haus Edelberg ab 1. Februar unter neuer LeitungDer bisherige Leiter des Weingartener Seniroenzentrums "Haus Edelberg", Wolfgang Oberle, wird Weingarten Ende des Monats verlassen. Die TBR begegnete ihm und seiner Nachfolgerin, Maud Brehm, im Gespräch.
TBR: Herr Oberle, wohin wenden sich Ihre Schritte? Ich verlasse Weingarten, bleibe jedoch meinem Arbeitgeber, der Haus Edelberg Dienstleistungsgesellschaft treu. Meine neue Wirkungsstätte ist das Haus Edelberg Seniorenzentrum in Lauffen am Neckar.
TBR: Warum sind Sie nicht die restliche Zeit bis zu Ihrer Pensionierung in Weingarten geblieben?
Ich werde für meine Hausleiter-Kollegin in Lauffen in die Bresche springen. Sie erwartet ein Kind und kann auf diese Weise in aller Ruhe ihren Erziehungsurlaub nehmen. Ihre Rückkehr und mein Renteneintritt fallen terminlich zusammen. Nach eingehender Beratung mit der Karlsruher Geschäftsleitung empfahl sich dies als die allseits beste Lösung.
TBR: Was für ein Aufgabenfeld erwartet Sie dort?
Mich erwartet die Leitung eines Senioren-Zentrums mit 140 Plätzen aber mit derselben Struktur und Philosophie wie in jedem Haus Edelberg.
TBR: Frau Brehm, wie alt sind Sie, wo waren Sie bisher tätig und wie lautet Ihre genaue Berufsbezeichnung?
Ich bin 46 Jahre alt und war zuletzt Leiterin eines Karlsruher Senioren-Pflegeheims. 1991 bin ich in den Altenpflegebereich eingestiegen, anfangs als Verwaltungsleiterin. 1993 absolvierte ich zu meinem Berufsabschluss als Hotelbetriebswirtin noch eine zusätzliche Heimleiterausbildung und habe mich auf diese Weise hochgearbeitet.
TBR: Warum haben Sie sich in Weingarten beworben?
Es gab zwei gute Gründe: Einerseits genießt die Haus Edelberg Betreibergesellschaft einen guten Ruf, andererseits kommt mir die Nähe zu meinem Wohnort zugute.
TBR: Was haben Sie in Weingarten schon kennengelernt? Zum Beispiel die Landschaft und die Weinberge oder anderes?
In der Tat ist die Landschaft beeindruckend, aber auch die Gemeinde mit ihrer Infrastruktur hat viel zu bieten. Besonders jedoch freue ich mich auf den Kontakt mit den Bürgern und Vereinen und wünsche mir viele Begegnungen in unserem Haus Edelberg .
TBR: Wird das bisherige Konzept des Haus Edelberg – Ergotherapie, Veranstaltungen mit Kontakten von „draußen“, individuelle Betreuung der Pflegebedürftigen etc. – auch unter Ihrer Leitung fortgesetzt?
Das Haus Edelberg-Konzept hat sich über Jahrzehnte bewährt und wird permanent nach neuesten Erkenntnissen weiterentwickelt. Auch unter meiner Leitung steht deshalb die qualitative Pflege unserer Bewohner im Mittelpunkt sowie deren Lebensqualität durch gute ärztliche und soziale Betreuung, Ergotherapie, unser Aktiv-Programm und viele Gemeinschaftsveranstaltungen.
TBR: Wie weit erstrecken sich die Kompetenzen einer Heimleitung und was bleibt der Geschäftsleitung überlassen?
Als Hausleiterin bin ich für sämtliche Belange der Einrichtung zuständig, für die Betriebs- und Mitarbeiterführung und die guten Beziehungen zur Gemeinde und der Öffentlichkeit. Gerne wollen wir die bisherigen Kontakte zur Schule und zu den Kindergärten weiter pflegen. Die Geschäftsleitung unterstützt mich in meiner Funktion mit pflegerischem und betriebswirtschaftlichem Management-Know-how.
TBR: Gibt es derzeit freie Plätze im Pflegeheim?
Unser Haus ist gut ausgelastet, es gibt nur wenig freie Plätze.
TBR: Bieten Sie Arbeits- oder Ausbildungsplätze an?
Ausbildung wird bei Haus Edelberg großgeschrieben. Derzeit bilden wir fünf Azubis in Altenpflege aus. Den Fachkräftemangel spüren auch wir, deshalb gibt es fast immer Stellenangebote. Und unser Haus ist natürlich auch eine Anlaufstelle für den Bundesfreiwilligendienst, „Bufdis“, und für das Freiwillige Soziale Jahr. Seitenanfang | Seite drucken |