Gemeindenachrichten Freitag, 20.01.2012 Kunst im KlassenzimmerProjekt im Rahmen von „Mitmachen Ehrensache“ - Ein Klassenraum im oberen Stockwerk des Hauptschulhauses war im Lauf der Jahre abgenutzt und Ausdrucksfläche verschiedener Schülerstricheleien geworden und bedurfte darum eines neuen Anstrichs.
Die Aktion „Mitmachen Ehrensache“, getragen von der Jugendstiftung Baden-Württemberg und der Stuttgarter Stiftung Jugendhaus GmbH, war eine geeignete Möglichkeit, Nützliches und Notwendiges mit sinnvollem sozialem Engagement zu verbinden. „Mitmachen Ehrensache“ bedeutet, dass Jugendliche einen Tag lang in Betrieben jobben und ihr damit erwirtschaftetes Geld einem sozialen Projekt spenden.
Das Klassenzimmer zu verschönern schien der Schulsozialarbeiterin der Turmbergschule, Andrea Ganninger, ein geeignetes Projekt zu sein und so hat sie es mit Schülerinnen und Schülern angepackt. Partner war in diesem Fall kein Betrieb, sondern die Gemeinde Weingarten. Das gespendete Geld kam der von der Lehrerin der Turmbergschule Christel Henecka unterstützten „Projekthilfe Uganda“ zu Gute. Mit dem Geld könne man dort ein ganzes Klassenzimmer einrichten, meinte sie erfreut. Darüber hinaus werde das Aktionsbüro das beste Projekt aller Schulen prämieren, berichtet Andrea Ganninger.
Bürgermeister Eric Bänziger hatte angeregt, dann nicht nur die Wände einfarbig zu belassen, sondern mit einer künstlerischen Gestaltung aufzuwerten und hat das Ganze finanziell mitgetragen. 14 Jungen und Mädchen meldeten sich zur Teilnahme. Der Hausmeister übernahm zunächst die Grundierung, sodann wurde der Weingartener Maler und Raumausstatter Frank Daubenberger zur farblichen Beratung hinzugezogen. Ein warmer Ton in beige/apricot machte das Rennen. Nachdem die Schülerinnen und Schüler die Wände selbständig und ohne Hilfe ringsum gestrichen hatten, sollte ein Marylin-Monroe-Portrait im Stil von Andy Warhol fortan die kahle Fläche zieren. Mittels eines Projektors wurde das Digitalfoto der Dame auf die Wand projiziert und fünf künstlerisch begabte Mädchen zeichneten die Umrisse in akribischer Feinarbeit mit dem Bleistift nach.
Die Ausarbeitung mit dem Pinsel erforderte dann noch einmal Geduld und Fingerspitzengefühl, aber das Ergebnis lohnte sich. Die Wand sieht einfach super aus. Seitenanfang | Seite drucken |