GemeindenachrichtenDienstag, 13.12.2011 Verbandsversammlung des Abwasserverbands „Am Walzbach“ tagteDie Kläranlage des Abwasserverbands „Am Walzbach“ arbeitet zur vollsten Zufriedenheit und liefert hervorragende Ergebnisse. Das war zusammengefasst das Ergebnis des Prüfberichts der Vertreterin der betreuenden Firma, Weber-Ingenieure aus Pforzheim, Dr. Ulrike Zettl. Der Schmutzwasserdurchlauf habe in 2010 mehr als 1,6 Millionen Kubikmeter betragen und sei damit etwas über dem erwarteten Mittelwert.
Nicht zufriedenstellend sei allerdings der Fremdwasseranteil mit 52 Prozent. Dessen Verursachung solle nachgegangen und Abhilfe geschaffen werden, erklärte Bürgermeister Eric Bänziger. Die Reinigungsleistung, die Grenzwerte von Stickstoff, Phosphor, Nitrat und anderen Stoffen werden bei weitem nicht erreicht. Bänziger und der Walzbachtaler Bürgermeister, Karl-Heinz Burgey, dankten dem Betriebsleiter Harald Schumacher und seinen Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit, die zu diesen guten Ergebnissen geführt habe. Die wasserrechtliche Erlaubnis zum Betrieb wurde bis Ende 2026 verlängert.
Auf der Suche nach einer Reduzierung der hohen Kosten für die Klärschlammentwässerung erwägt die Gemeinde, ein eigenes Aggregat anzuschaffen. Hierfür hat Schumacher bereits im Frühjahr in einer Testphase mehrere Modelle im Probebetrieb verglichen und das Gremium hat sich für eine Zentrifuge entschieden. Daraufhin hat das Planungsbüro Hyder-Consulting eine beschränkte Ausschreibung für das Gesamtpaket einschließlich Gebäude, Containerverschiebestation und technischer Anbindung an bestehende Leitungen und Pumpen der Kläranlage vorgenommen. Joachim Figlus hat die Ergebnisse der Ausschreibung und der Amortisationsprüfung der Verbandsversammlung vorgetragen. Das vorgeschlagene Modell schaffe 15 Kubikmeter Schlamm pro Stunde und sei 3,5 Tage pro Woche in Betrieb. Diese Größenordnung sei ausreichend, um auch Störfälle aufzufangen. Einer Anfrage von Erich Völker, ob nicht „eine Nummer kleiner“ ausreichend und damit billiger sei, hielt er entgegen, dass eine Anlage mit nur zehn Kubikmeter pro Stunde permanent ausgelastet sei und damit keinerlei Kapazitätsreserven habe. Bänziger berechnete eine Amortisation der 425 000 € teuren Anlage nach sechs Jahren und das Gremium stimmte der Auftragsvergabe einstimmig zu.
Dasselbe Ingenieurbüro sollte die Regenwasserkonzeption neu berechnen, berichtete der Verbandsvorsitzende Bänziger. Allerdings sei die angedachte Fertigstellung bis Ende 2011 nicht einzuhalten, da die Unterlagen nicht vollständig vorlagen. Teilweise mussten Pläne auf Richtigkeit überprüft und die Lage von Bauwerken und Kanälen erstmalig vermessen werden. Mit einer Fertigstellung der Berechnung sei bis Mitte 2012 zu rechnen.
Gemeinsam mit Verbandsrechner Norbert Bittner erläuterte Bänziger den Finanzzwischenbericht 2011. Danach laufe alles nach Plan. Durch verschiedene Einsparungen werde sich die Betriebskosten-Umlage voraussichtlich um 31 000 € reduzieren.
Der anschließend einstimmig beschlossene Wirtschaftsplan 2012 weist ein Gesamtvolumen von knapp zwei Millionen aus, aufgeteilt in den Erfolgsplan und den Vermögensplan. Größere Vorhaben in 2012 seien Inspektionen und Ersatz von Verschleißteilen. Auf den Vermögensplan entfalle die Einrichtung der eigenen Entwässerungsanlage für Klärschlamm. Eine Kreditfinanzierung sei hierfür nicht erforderlich und die Abwassergebühren werden sich in den kommenden Jahren noch konstant halten. Seitenanfang | Seite drucken |