GemeindenachrichtenDonnerstag, 20.10.2011 Nach dem Fest ist vor dem FestDie meisten Vereine, die am Wein- und Straßenfest 2011 teilgenommen haben und bei der Nachbesprechung im Rathaus zugegen waren, äußerten sich zufrieden. Der Termin im Juli sei günstig gewesen.
Zwei Vereine beklagten einen urlaubsbedingten Schwund an Helfern, die meisten jedoch nicht. Bürgermeister Eric Bänziger meinte, das Wetter könne sowohl im Juli wie im September unpassend sein, das sei nicht vorhersehbar. Somit fiel eine erste Entscheidung, den Juli-Termin künftig beizubehalten. Das nächste Fest soll im Jahr 2013 stattfinden. Vereinssprecher Klaus Goerke bedankte sich beim Bürgermeister dafür, dass alle Kandidatinnen für das Amt der Weinkönigin als Prinzessinnen übernommen worden seien und keine vorab ausscheiden musste. Außerdem dankte er für die Übernahme weiterer Kosten, beispielsweise Toilettenwagen.
Als schwieriger war die Diskussion um den Standort. In einer früheren Besprechung der Vereine hatte eine große Mehrheit für eine Verlegung auf den Festplatz gestimmt. Die Kirchstraße solle als Standort aufgegeben werden. Es solle sich eine Arbeitsgruppe bilden, hieß es damals, um ein Konzept auf dem Festplatz zu entwerfen. Der Tennisclub-Vorsitzende Otmar Winzer wandte daraufhin ein, ohne dass dieses Konzept vorliege und eine Reihe von Voraussetzungen geklärt sei, könne er heute nicht abstimmen. Im Lauf der darauffolgenden Diskussion äußerten sich zunehmend mehr der anwesenden Vereinsvorsitzenden dahingehend, dass sie mit dem Standort am Kirchplatz eigentlich zufrieden seien. Vor allem fehle dem Festplatz jegliches Ambiente. Auch Bürgermeister Bänziger betonte, ein solches Fest lebe vom Flair und auf dem großen, leeren Festplatz Atmosphäre zu schaffen, sei schwierig. Außerdem verwies er auf ein hohes Kostenrisiko der Vereine, die sich ein solches Fest, das in Weingarten nicht gewachsen sei, erst erarbeiten müssten. Melanie Schönig vom Musikverein wandte außerdem ein, eine Umlegung der Kosten könnten kleinere Vereine möglicherweise nicht mittragen und ihr Kollege, Daniel Neuberth, bestärkte, dass dann vermutlich die Teilnehmerzahl noch weiter zurück ginge.
Ein Problem bei der Beibehaltung des jetzigen Standorts sei die Sperrung der Bundesstraße, ein anderes die Beschwerden der Anwohner. Schließlich entschieden sich die Vereinsvertreter einmütig dafür, eine Arbeitsgruppe zu gründen. Diese soll zum einen Möglichkeiten suchen, den Standort „Ortsmitte“ nach mehreren Kriterien zu optimieren. Zum anderen soll sie trotzdem einen „Plan B“ für den Festplatz entwerfen. Drittens soll sie auch die Möglichkeit „abklopfen“, den Zeitraum auf drei Tage auszudehnen. Die Gemeindeverwaltung wird alle Vereine anschreiben und zu einer Teilnahme am Arbeitskreis einladen. Seitenanfang | Seite drucken |