Gemeindenachrichten Dienstag, 27.09.2011 Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ offiziell eröffnetIm März diesen Jahres war die Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ in der Kanalstraße bereits in Betrieb gegangen, nun war sie offiziell eröffnet. Peer Giemsch, einer der beiden Geschäftsführer des Trägers, der Pro Liberis GmbH aus Karlsruhe, berichtete über die Zielsetzung...
...und den Werdegang der Einrichtung, die sich ausschließlich der Kleinkindbetreuung für Kinder von 3 Monaten bis 3 Jahren widmet.
Die Gründung von Pro Liberis beruhe auf dem Prinzip, Kinder professionell so zu betreuen, als ob es die eigenen seien. Darum arbeiteten er und sein Partner, Bernd Gruber, ausschließlich mit Fachkräften. Das seien Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen oder BA-Studentinnen des neu geschaffenen Studiengangs „Frühe Kindheit“. Auf 10 Kinder kommen 3 Vollzeitkräfte. Die Leitung liegt in den Händen von Karin Görlich, einer Erzieherin mit langjähriger Erfahrung.
Es sei das Ziel der Gemeinde Weingarten gewesen, damals noch unter Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz, Plätze für Kleinkindbetreuung anzubieten, um einen attraktiven Wohnort zu gestalten. Der damals angedachte Bedarf an Ganztagesbetreuung von 50 Wochenstunden werde nicht ganz erfüllt, darum werden jetzt vermehrt Teilzeitplätze angeboten. Die Betreuungszeiten werden den Wünschen der Eltern angepasst.
Die Anlage im ehemaligen Plus-Supermarkt umfasst rund 550 Quadratmeter Fläche. Sie präsentiert sich freundlich hell durch große, bis zum Boden reichende Fenster und gliedert sich in zahlreiche Räume unterschiedlicher Funktion und Alterszuordnung. Der inhaltliche Fokus liegt klar auf frühkindlicher Bildung bis zum englischsprachigen Angebot für Kleinkinder. Bis zum Frühjahr 2012 sei die Kindertagesstätte ausgelastet, berichtete Giemsch, denn auch Eltern von außerhalb brächten ihre Kinder nach Weingarten. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde funktioniere gut, auch mit den Kindergärten, die die Kinder später einmal übernehmen werden.
Bürgermeister Eric Bänziger begrüßte die neu geschaffene Einrichtung unter zweierlei Aspekten. Erstens aus den genannten städtepolitischen Gründen, Weingarten attraktiv für junge Familien zu machen, zweitens sei es begrüßenswert, eine Gewerbebrache so umzunutzen. Die überschüssigen Betreuungszahlen von 50 Wochenstunden seien nach unten zu korrigieren und an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.
Somit werde auch die Bezuschussung für die Gemeinde, die zwei Drittel der Betriebskosten trage, günstiger. Die momentane Kostensituation bewirke im Gemeinderat keine einfache Diskussion. Er lobte die äußere Gestaltung der Kindertagesstätte: Hell, großzügig, mit viel Holz und auf die Bedürfnisse kleiner Kinder zugeschnitten.
Besonders betonte er die Flexibilität der Geschäftsleitung, den Wünschen der Eltern in puncto Öffnungszeiten entgegenzukommen, denn Bedarfsgerechtigkeit sei ein großes Anliegen der Gemeinde.
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