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Rathausmitarbeiter_Rechnungsamt

Freitag, 09.09.2011

„Geht Dir Rat aus, geh ins Rathaus“, lautet die Inschrift auf dem Weingartener Rathaus.

Tatsächlich ist Ihr Rathaus ein modernes Dienstleistungs- zentrum, in dem freundliche und kompetente Ansprechpartner Ihnen in Ihren persönlichen Angelegenheiten als Bürger Auskunft geben und weiterhelfen können.


Darüber hinaus erfordert die Verwaltung einer knapp 10.000 Einwohner großen Kommune einen Stab von qualfizierten Mitarbeitern in verschiedenen Sachgebieten. Wir laden Sie ein zu einem Besuch im Rathaus und werden Ihnen an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge die dort arbeitenden Menschen und deren jeweiliges Aufgabengebiet vorstellen.

Das Rechnungsamt: Norbert Bittner, Gabriele Bross und Claudia Siegrist

Norbert Bittner hat 1970 seine Laufbahn im Weingartner Rathaus mit der Ausbildung zum Verwaltungsangestellten begonnen und ist heute im gehobenen Dienst. Seit 2004 ist er der Finanzchef und oberster Verwalter des Vermögens der Gemeinde. Kernstück einer jeden kommunalen Finanzplanung und damit sein jährliches Meisterstück ist der Haushaltsplan.

Die großen Entscheidungen, was ausgegeben wird, trifft der Gemeinderat. Beispiele dafür aus den letzten Jahren sind die Erschließung von Neubaugebieten, die Schaffung von Plätzen für Kinderbetreuung, die Unterhaltung von Straßen und vieles mehr. Norbert Bittner erstellt einen vorausschauenden Haushaltsplan, in dem er diese Vorhaben des Gemeinderates in Form von Kostenkalkulationen einplant und somit zur Grundlage der Beschlussfassung macht. Auf der anderen Seite stehen die zu erwartenden Einnahmen – Steuern der Bürger, vor allem der Gewerbetreibenden, Zuschüsse vom Land oder Bund zu bestimmten Vorhaben, Zinsen und mehr.

Ein Jahr später werden diese erwarteten Zahlen den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt und als „Jahresrechnung“ in Form von anschaulichen Computerdiagrammen wiederum dem Gemeinderat vorgelegt. Ein Haushaltsplan ist ein ungeheuer komplexes Gebilde, denn die Ausgaben reichen von sechsstelligen Beträgen für große Baumaßnahmen über die Personalgehälter bis zu „kleineren“ Anschaffungen von beispielsweise 300 Sets Kaffeegeschirr für den Seniorennachmittag in der Walzbachhalle. Jeder einzelne Posten wird unter einer bestimmten Nummer verbucht, somit ist klar und transparent nachvollziehbar, wo das Geld herkommt und wo es hingeht.

Norbert Bittners Arbeit ist somit einerseits von Zahlen geprägt, die er höchst verantwortungsvoll und mit akribischer Genauigkeit zu handhaben weiß, andererseits davon, im Dickicht der Verpflichtungen den Kompass nicht zu verlieren. Sein täglich’ Brot sind Rechnungen, Tabellen, ein virtuoser Umgang mit dem PC, aber auch Kenntnisse von möglichen Abzügen, Zuschlägen oder anderen eine Rechnung beeinflussenden Faktoren.

Ebenfalls gehört die Schuldenverwaltung zu seinem Aufgabengebiet, denn jede Gemeinde nimmt Kredite auf und schuldet dem Staat Steuern. Außerdem wirken sich die Eigenbetriebe Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung auf den Haushalt aus, so dass auch deren Finanzwirtschaft überwacht werden muss.

Norbert Bittner zur Seite steht seine Stellvertreterin Gabriele Bross. Sie ist seit 1978 bei der Gemeinde und seit 1981 im Bereich Finanzwesen tätig. Sie war in der Kassenverwaltung, im Steueramt und im Personalwesen beschäftigt.

Gabriele Bross künftiger Aufgabenschwerpunkt wird die Haushaltsüberwachung sein, neudeutsch „Controlling“. Das bedeutet, die Kosten scharf im Auge zu behalten, „Soll“ und „Ist“ zu vergleichen, Abweichungen von einer Planung frühzeitig zu entdecken, zu analysieren und entsprechende Daten und Informationen zu beschaffen, um den Amtsleiter bei der Aufgabe das Schiff „Haushalt“ auf Kurs zu halten, zu unterstützen. Außerdem ist sie für die Buchhaltung in Bezug auf „Debitoren“ und „Kreditoren“ verantwortlich. Im Rahmen der Jahresrechnung der Gemeinde, der Eigenbetriebe der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie des Abwasserverbandes am Walzbach wird die Anlagenbuchhaltung von ihr geführt. Hierbei wird unter anderem das unbewegliche Vermögen, wie z.B. die Grundstücke und Gebäude, und das bewegliche Vermögen, wie z.B. Fahrzeuge, Maschinen oder auch das Mobiliar, erfasst und wertmäßig abgeschrieben. Außerdem wird Gabriele Bross die Erschließungsbeiträge berechnen.

Claudia Siegrist

war 30 Jahre lang als Vollzeit-Kraft im Meldeamt tätig. Es dürfte kaum einen erwachsenen Weingartner geben, der sie nicht kennt. Denn im Lauf einer ganzen Generation hat vermutlich jeder einmal seinen Personalausweis verlängern lassen, den Führerschein beantragt, seine Wohnung an- oder abgemeldet hat oder anderes mehr.

Mit der Einrichtung des Bürgerbüros hat Claudia Siegrist ihre Arbeitszeit in Teilzeit umgewandelt und ist ins Rechnungsamt „verzogen“. Zu ihren Aufgaben gehört in erster Linie das Schreiben der Einnahme- und Ausgabe-Kassenanweisungen, die dann an die Gemeindekasse gehen und von dort an den Zahlungsempfänger ausgezahlt bzw. die Forderungen vereinnahmt werden. Außerdem hilft sie in der Gemeindekasse bei der Ablage der erledigten Kassenanweisungen mit. Das erfolgt noch im herkömmlichen Sinne in der Papierform in Leitzordner. Die Menge ist allerdings beachtlich. Pro Jahr werden ca. 60 Ordner gefüllt.

Außerdem erfasst Claudia Siegrist die Stunden der Baufhofmitarbeiter, die entsprechend der verschiedenen Aufgaben (z.B. Betreuung der Spielplätze, Straßenreinigung aber auch Sanierung der Walzbachhalle, usw.) verteilt und abgerechnet werden.

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