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Frauen-Kreativmarkt 2011

Mittwoch, 06.07.2011

Bunte Vielfalt auf dem Frauenkreativmarkt von Vitamin F

"Hirsch ist wieder in. Tatsächlich. Retrotapeten an den Wänden und ein Hirschgeweih im Wohnzimmer ist absolut wieder im Trend.“ Da muss der Hirsch natürlich auch originelle Taschen zieren.


Unter dem Slogan „Weibsstück-Taschen“ bringt Barbara Noll das Hirschgeweih auf Taschen und ist damit eine der mehr als 40 Frauen, die am Samstagmorgen beim Frauenkreativmarkt auf dem Weingartener Rathausplatz vertreten waren.

„Dieses Jahr sind viel mehr da als letztes Mal, und der Markt ist auch besser besucht“ urteilt Dorit Dagan. Sie hat recht. Im ersten Jahr, als „Vitamin F“ kreative Frauen aufrief, waren es noch rund 20 Stände. Im siebten Jahr sind es schon doppelt so viele Ausstellerinnen. Geschätzt und gefühlt überwiegen bei den Besucherinnen die Weingartenerinnen, bei den Ausstellerinnen die Auswärtigen. Dorit Dagan hat den Überblick, denn sie ist jedes Jahr auf dem Rathausplatz und ihre bunten, leuchtenden Ketten und Armbänder sind schon fast ein Wahrzeichen von „Klein-Montmartre“.

Brigitte Maston, eigentlich Malerin, hat Hohlkeramiken aufgebaut. „Ich habe heute kleinere Sachen dabei, die Bilder waren mir zu schwierig zu transportieren“, sagt sie. So wie ihr mag es mehreren ergangen sein, denn Bilder sind an diesem Tag gar keine zu sehen. Aber Mastons Keramikvögel mit Charaktergesichtern und scharfen Schnäbeln tragen Dachwurz auf dem Rücken und haben es Margarete Wehowsky durchaus angetan. Lange steht sie davor und kann sich nicht entscheiden.

Silber und Swarosvski-Steine verarbeitet Susanne Berggötz aus Karlsruhe zu sehr schönen filigranen Schmuckstücken. Cornelia Schwab ist Filzerin und hat unter anderem Babyschühchen im Angebot. Gisela Herber, Ulrike Hettmannsperger, Petra Brand und Nortrud Vögele teilen sich einen Stand mit ebenfalls handgefertigten Textilien. Eine sitzt am Spinnrad, die andere am Webstuhl. Herber webt Teppiche aus Garn und aus selbst gefärbter Schurwolle und immer wieder bleiben Besucherinnen stehen, schauen zu und befühlen das warme Material.

Manche potenziellen Kundinnen suchen ganz gezielt nach etwas. Andrea Knauer interessiert sich zum Beispiel am meisten für Schmuck und bewundert Perlen aus Meranoglas. Andere lassen sich einfach treiben und genießen die Atmosphäre, wie beispielsweise Marianne Schammert. Schauen, fühlen, reden und sich begegnen ist das zweite Standbein dieses Marktes.

„Ich war lange nicht mehr auf einer Party oder einem Markt“ sagt Rubina Mirza und freut sich, „dass so viele Bekannte hier sind“. Mal breit und ausladend, mal klein und fast unscheinbar waren die unterschiedlichen Stände, aber alle beladen mit den vielseitigsten Kreationen aus den Bereichen Schmuck, Deko, Wellness und Textil.

Mit der Fläche eines Bauchladens kommt Sabine Ballin aus, die Häkelloop und andere Erzeugnisse aus der Häkelnadel anbietet, einen großen Stand hat Elke Schaufelberger. Sie ist mit ihren feinen Stearin-Kerzen eine Frau der ersten Stunde. Mittendrin unter all den kreativen Frauen ertönt die Musik einer Drehleier, der Musikant ist der einzige Mann auf dem Markt – außer den Begleitern der Kundinnen.

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