Gemeindenachrichten Dienstag, 17.05.2011 Tag der Offenen Tür bei den Weingartener RettungsorganisationenWürden Sie im Notfall helfen? Nur Mut! - Soziales Engagement ist hoch angesehen. Feuerwehr, Rotes Kreuz und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft arbeiten mit Ehrenamtlichen, deren Kernkompetenz Helfen und Retten ist.
Doch wie sieht es mit dieser Bereitschaft bei Jedermann aus? Die Jugendfeuerwehr Weingarten wollte es wissen und hat die Besucher am gemeinsamen „Tag der Weingartener Rettungsorganisationen“ mit diesem Thema konfrontiert. „Die goldene Stunde“ – ein offizieller Begriff aus dem Rettungswesen – hieß ein von den Jugendlichen selbst erarbeitetes Projekt.
Der 18jährige Tobias Lehmann erläuterte die Aufgabenstellung. Ein Unfallopfer liegt eingeklemmt unter seinem Fahrzeug. Der Besucher soll alle notwendigen Schritte unternehmen, damit der Verletzte binnen einer Stunde gerettet und in ein passendes Krankenhaus eingeliefert wird. Das Besondere: Der Teilnehmer betritt einen realen Pfad und nach wenigen Schritten muss er sich entscheiden – gehe ich weiter oder nicht? Geht er nicht weiter, weil er sich nicht zutraut, richtig zu helfen, stirbt der Verletzte. Dieses Projekt sprach unter dem übergeordneten Thema „Hilfe bei einem Verkehrsunfall“ die Besucher nicht nur auf einer tieferen psychologischen Ebene an, sondern beinhaltete im Zusammenhang eine Fülle weiterer Informationen. Es war möglich, das richtige Absetzen eines Notrufs zu üben, etwas über die Einsatzfähigkeit der DRK-Notfallhilfe zu erfahren und an einem zweiten Fahrzeug die technischen Möglichkeiten der Feuerwehr, wie Spreizer, Rettungsschere und Hebekissen kennenzulernen.
Die weiteren Angebote dieses Tages waren zwar weniger nahe gehend, aber nicht weniger anschaulich. Das Rote Kreuz hatte seine Notfallhilfe in den Mittelpunkt gestellt. Von der Besichtigung des Fahrzeugs bis zum bildhaften Verfolgen eines Einsatzablaufs war alles möglich. Im Nebeneffekt will die Notfallhilfe Spenden sammeln, um ihr ausgedientes Einsatzfahrzeug zu ersetzen. Das DLRG präsentierte sein Boot, welches sich vor allem für Kinder als echter Magnet erwies und Bootsführer Wulf Alex wurde nicht müde, Geräte und Funktionen zu erklären. Darüber hinaus war an Stellwänden alles mögliche zu sehen, was die DLRG sonst noch macht, vom Schwimmkurs bis zur Rettungswache am Baggersee.
Ein Blick in das „Rollende Rauchhaus“ zeigte die Wirkung eines Rauchmelders, und weitere Demonstrationen seitens der Feuerwehr, beispielsweise einen Fettbrand löschen oder eine Spraydosenexplosion sowie die Möglichkeit, mit der Drehleiter nach oben zu steigen, komplettierten den Nachmittag.
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