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Einige der Gäste beim Neujahrsempfang in der Walzbachhalle

Mittwoch, 10.01.2007

NEUJAHRSEMPFANG 2007

Einmal mehr fanden sich wieder zahlreiche Vertreter aus Politik, Handel und Gewerbe, der örtlichen Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger aus Weingarten in der Walzbachhalle zum diesjährigen Neujahrsempfang ein,...


zu dem der Gewerbeverein sowie die Gemeinde eingeladen hatten.

Bürgermeister Scholz blickt optimistisch in die Zukunft. Dank der konsequenten Politik der Haushaltskonsolidierung sei die Verschuldung der Gemeinde unter die 5 Millionen Euro-Marke gesunken. Die Rücklagen beliefen sich auf 2,6 Millionen Euro und seien damit „so hoch wie noch nie“. Durch eine besonders leistungsorientierte und motivierte Mannschaft im Rathaus lägen die Personalkosten 15 % unter dem Landesdurchschnitt.

Für die Weingartner Bürger habe der Wasserpreis im vorangegangenen Jahr rückwirkend und auch für 2007 um 15 Cent/cbm gesenkt werden können. Die Hebesätze bei den Gemeindesteuern blieben überdies stabil.

Gastgeber Bürgermeister Scholz begrüßt die Gäste des NeujahrsempfangsDiese positiven Ergebnisse könnten nur erzielt werden, wenn man mit den zur Verfügung stehenden knappen Ressourcen richtig umgehe, erklärte Scholz. Die Gemeinde habe neue Wege bei Finanzierungen von Projekten bestritten, wie z.B. bei der Realisierung der Holzhackschnitzelanlage oder des neuen Sport- und Kulturzentrums. Die Nahversorgung sei darüber hinaus langfristig gesichert. Neben einem in diesem Jahr entstehenden Discounter und Vollsortimenter habe auch erreicht werden können, dass der ehemalige HL-Markt bis mindestens Ende des Jahres 2010 im Ort erhalten bleibe.


Die Gastgeber Bürgermeister Scholz und Hartmut Benz mit Gästen„Die Antwort auf die Frage, ob die öffentlichen Aufgaben in ausreichendem Maße erfüllt sind, mag vielfach unterschiedlich ausfallen.“, stellte Bürgermeister Scholz fest. Dennoch gelte es, das Wünschenswerte dem Machbaren gegenüberzustellen und die Ansprüche bescheidener zu formulieren, um sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Verantwortung übernehmen und Verbundenheit zur Gemeinde, aber auch zu den Mitmenschen zeigen – das seien Werte, mit denen man die Anforderungen der Zukunft bewältigen könne.


Hartmut Benz, Weinkönigin Sarah Mößner und Bürgermeister Scholz überreichen Thomas Lüdte den Weingartner WeinkorbEin positives Wir-Gefühl und die damit verbundene gute Stimmung während der Fußball-WM 2006 machte auch Thomas Lüdtke, Geschäftsführer der Technologiepark Karlsruhe GmbH, für ein „unvorhersehbares Wirtschaftswachstum“ verantwortlich.

Für Deutschland sei das vergangene Jahr sicher ein gutes Jahr gewesen, resümierte Lüdtke. Für die Region habe darüber hinaus mit der Anerkennung der Universität Karlsruhe als Elite-Uni ein weiteres großes Ereignis stattgefunden.

„Die Auszeichnung kann und muss genutzt werden, um noch intensiver und eindeutiger unsere Region als attraktiven und zukunftsweisenden Unternehmensstandort zu transportieren.“, erklärte der TPK-Geschäftsführer. Im direkten Gespräch mit Entscheidern weltweit tätiger Unternehmen gelte es, das hohe Potenzial der Technologieregion aufzuzeigen und deutlich zu machen, dass es messbare wirtschaftliche Vorteile mit sich bringe, in das „leistungsfähige Netzwerk unserer Region eingebunden zu sein.“

Würde es gelingen, mehrere neue Unternehmen in der Region anzusiedeln, ergäbe dies einen Mehrwert, der über die Anzahl neuer Arbeitsplätze hinausgehe, sagte Lüdtke und verdeutlichte dies am Beispiel des Technologieparks Karlsruhe, in dem rund 2.500 Mitarbeiter in derzeit 62 Unternehmen arbeiteten. Daneben seien etwa 500 neue Arbeitsplätze entstanden durch den Auf- und Ausbau des TPK.

„Mehr Arbeitsplätze für junge Menschen bedeuten auch mehr junge Familien mit Kindern.“ Die Ertragskraft pro Kind betrage aus volkswirtschaftlicher Gesamtsicht 200.000 Euro, denn pro Kind werde nach statistischen Erhebungen dieser Betrag bis zum Abschluss der Ausbildung investiert.

Gelänge es, über einige Jahre hinweg, 10.000 neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen, würde eine Wirtschaftskraft von 2,8 Milliarden Euro entstehen, rechnet Lüdtke vor und bescheinigt damit der regionalen Stärke in Forschung und Entwicklung auch eine wirtschaftliche Stärke.


Gastgeber Hartmut Benz hält das SchlusswortDie gute Stimmung nutzen und die Wirtschaft ankurbeln mit Qualität der Produkte und Service im Mittelstand und Einzelhandel, das forderte auch der Vorsitzende des Gewerbevereins, Hartmut Benz. Notwendig hierzu seien vor allem Begeisterung und Willenskraft der Mitarbeiter, die der Arbeitgeber dadurch erreichen könne, dass er die Arbeitnehmer zum Mitdenken ermuntert und zeigt, dass Erfahrung und das persönliche Wissen gefragt seien. Nur so könne sich der Mitarbeiter dann auch mit der Zielsetzung und Philosophie des Unternehmens identifizieren. „Gute Laune verbessert auch das Klima. Dafür ist jeder mitverantwortlich.“, stellte Benz abschließend fest und bedankte sich auch im Namen von Bürgermeister Scholz bei seinem Vorredner Thomas Lüdtke sowie bei den Sternsingern, die Spenden für Hilfsprojekte in aller Welt sammelten.


Die Sternsinger mit Claus-Dieter Essig singen für die Gäste des NeujahrsempfangsDie zahlreich erschienen Gästen fanden im Anschluss des offiziellen Programms bei einem Stehempfang die Gelegenheit zum Austausch und Gespräch in einer aufgelockerten Atmosphäre. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch Angela Weiss und Julian Wright vom Badischen Konservatorium Karlsruhe.


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