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Feuerwehr 2010

Montag, 25.10.2010

Wehrhauptübung routiniert gemeistert

Einen hohen Leistungsstand und schnelle Einsatzbereitschaft hat die Freiwillige Feuerwehr und das örtliche DRK am Samstag bei ihrer Wehrhauptübung unter Beweis gestellt. Zahlreiche Bürger und Personen aus der Politik verfolgten das Geschehen rund um das Übungsobjekt.


Objekt der diesjährigen Wehrhauptübung war das Altenwohnheim „Gartenblick“ der Familie Scholl in der Burgstrasse.

Um 16.35 Uhr schellten am Samstagnachmittag die Alarmmeldeempfänger zum Übungseinsatz. Insgesamt beteiligten sich über 40 Frauen und Männer beider Rettungsorganisationen an der Übung.

Das Planungsteam hatte sich in diesem Jahr wieder ein Szenario ausgedacht das aus dem täglichen Leben gegriffen sein könnte.

Es ist Hochsommer: Mit Bewohnern des Altenwohnheimes und einigen Freunden der Familie wird in der neben liegenden Garage des Gebäudes ein Sommerfest veranstaltet. Plötzlich kommt es am Gebäude aus unbekannter Ursache zu massiven Erschütterungen. Gebäudeteile stürzen ein. Es bricht Panik aus. Umgefallene Gläser, Geschirr, Tische, Stühle, Gasflaschen sorgen für ein weiteres Durcheinander. Rettungswege sind abgeschnitten, Gebäudeteile sind eingestürzt, Personen eingeschlossen. Ein Fahrzeug war in das Gebäude eingefahren.

Nur wenige Minuten nach der Alarmierung durch die Feuerwehrleitstelle Karlsruhe trafen die ersten Einsatzkräfte der Wehr und dem DRK mit ihrem Einsatzleiter am Einsatzort ein.

Ihnen wurde folgendes Bild geboten: Aus den Fenstern im Obergeschoss des Gebäudes und im Bereich der Hofeinfahrt quoll starker Rauch. Vor dem Gebäude wurde unter dem verunfallten Fahrzeug eine eingeklemmte Person vorgefunden. Auf der Straße irrte eine Person umher, die keine genauen Aussagen zum Unfallhergang treffen konnte, oder wie viele Menschen sich noch im Gebäude befinden.

Die Einsatzleiter ordneten den mit ihren Lösch- und Rettungsfahrzeugen eintreffenden Gruppenführern an, sich mit ihren Einsatzkräften um die Rettungsmaßnahmen am Unfallfahrzeug und um die möglicherweise weiteren Verletzten oder eingeschlossenen Personen im Obergeschoss zu kümmern.

Atemschutztrupps machten sich bereit für einen Innenangriff, da der Zugang durch eingestürzte Gebäudeteile zunächst verwehrt war. Mit einer motorbetriebenen Rettungssäge musste ein Zugang ins Gebäude geschaffen werden. Weitere Einsatzkräfte sorgten während dessen für die Löschwasserversorgung aus einem Hydranten zu den Löschfahrzeugen, brachten die Steckleiter für eine Personenrettung aus dem Obergeschoss in Stellung, oder stellten einen Sicherungstrupp für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger.

Zwischenzeitlich trafen weitere Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ein. Diese kümmerten sich um Abstützmaßnahmen des Gebäudes. Aus dem Altenwohnheim mussten weitere eingeschlossene Personen welche nicht gehfähig waren mit einem „Rolli“ aus dem einsturzgefährdeten Gebäude gerettet werden.

Insgesamt waren über 8 Statisten und Puppen als Verletztendarsteller bei der Übung beteiligt. In gekonnter Weise wurden diese durch Mitglieder des DRK realitätsnah zu den verschiedenen Verletzungsmustern geschminkt. Durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten Sie während des Szenarios aus dem Gebäude gerettet und den Sanitätern der DRK-Ortsgruppe zur Erstbehandlung übergeben werden.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung im Feuerwehrhaus konnte Kommandant Günther Sebold zahlreiche Gäste begrüßen, die sich bereits vor Ort über den Einsatzablauf informierten. Er bedankte sich bei allen Einsatzkräften beider Rettungsorganisationen für ihre Bereitschaft und bei dem ausführenden Organisationsteam der Wehrhauptübung Nicole Russel, Hansjörg Schwaiger und Uwe Weiler für ihre Ausarbeitung. Bürgermeister Eric Bänziger und Unterkreisführer Klaus Breitinger zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung, bescheinigten den Rettungsorganisationen eine sehr gute Zusammenarbeit und einen guten Ausbildungsstand. Die Übung bei der die Menschenrettung im Vordergrund stand habe gut funktioniert. Sie forderten die Einsatzkräfte jedoch dazu auf immer am Ball zu bleiben, um stets für Notfälle gut gerüstet zu sein.

Unser Dank geht an dieser Stelle nochmals an die Familie Scholl für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten ihres Altenwohnhauses „Gartenblick“ sowie an die zahlreichen Zuschauer für Ihr Interesse.

Benötigen Sie selbst mal Hilfe?

Dann erreichen Sie uns rund um die Uhr über das Festnetz und aus allen Handynetzen unter der Notrufnummer 112.

Haben Sie Interesse an der Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Weingarten, dann schnuppern sie einfach mal bei einem unserer Übungsdienste vorbei. Informationen erhalten sie auch auf unserer neu gestalteten Internetseite www.ff-weingarten-baden.de

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