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Verabschiedung Oberacker

Donnerstag, 08.04.2010

Klaus Oberacker nach 52 Jahren bei der Gemeinde Weingarten in den Ruhestand verabschiedet und mit Bürgermedaille ausgezeichnet

Oliver Russel seit dem 01. April neuer Hauptamtsleiter

Leicht fällt es Klaus Oberacker nicht, vom täglichen Gang ins Rathaus Abschied zu nehmen. 52 Jahre ist er nahezu jeden Tag dorthin gegangen. Viele Funktionen hat der gebürtige Weingartener dort ausgeübt. 20 Jahre war er Leiter des Hauptamts, das es vor seiner Zeit in der Form einer Koordinations- und Managementstelle innerhalb einer Verwaltung wie auch nach außen noch nicht gegeben hatte.

„Der Hauptamtsleiter hat eine Schlüsselfunktion“, stellte Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz heraus, als er Oberacker in den Ruhestand verabschiedete. Mit einer Auszeichnung, die für einen Verwaltungsmann nicht üblich ist, die aber Oberackers Leistungen in besonderer wie in verdienter Weise anerkennen will: die Bürgermedaille, die höchste Auszeichnung, die die Kommune vergibt. Oliver Russel, wie Oberacker gebürtiger „Wengerder“ und im Rathaus seit seinen Lehrjahren tätig, ist der künftige Hauptamtsleiter, den Scholz ins Amt einführte.

In den zwei Jahrzehnten, die Oberacker als zweiter Mann hinter dem Bürgermeister ganz weit vorne stand, konnte vieles bewegt und erreicht werden, sagte Scholz. Der Bürgermeister, der in Kürze selbst aus seinem Amt ausscheiden wird, erinnert an die schwierigen Zustände, als in Weingarten nichts lief, als er mit Oberackers tatkräftiger Hilfe aufräumte, die Herausforderung annahm und löste, in Weingarten die strukturellen Defizite zu beseitigen und den Ort wieder zu einer geachteten Gemeinde im Landkreis zu machen. Viele Querschnittsaufgaben liefen im Hauptamt bei Klaus Oberacker zusammen, insbesondere wurde bei ihm alles gebündelt, was unter Gemeindeentwicklungs-Aspekten von Bedeutung war. „Es war eine Freude, mit Klaus Oberacker zusammen zu arbeiten“, teilte Scholz mit und lobte seinen scheidenden Hauptamtsleiter als stets verlässlich und loyal, fachlich kompetent, ruhig und offen. Auch wenn schwierigere oder kontroverse Themen zu besprechen waren, habe es dabei nie „Dissonanzen im Ton“ gegeben. Oberacker hat bei den Mitarbeitern, im Personalrat und im Gemeinderat höchste Wertschätzung genossen.

Sein Nachfolger, Oliver Russel, der sich in einem Bewerbungs-verfahren gegen etliche Mitbewerber durchsetzte, übernimmt künftig als „qualifiziertes Eigengewächs“ die neue Aufgabe des Hauptamtsleiters der Gemeinde Weingarten, die er bisher vertretungsweise wahrgenommen hat.

Prof. Ekkehard Hangarter, der als Städteplaner viele Jahre mit Oberacker die städtebaulichen Planungen für die inzwischen fast 10000 Einwohner große Kommune ausgearbeitet hat, lobte dessen umfassenden, weitreichenden Blick für die Entwicklungsfragen und zeichnete die Vielfalt der gemeinsam bewältigten Aufgaben nach.

Karin Sebold, Rektorin der Turmbergschule, würdigte Klaus Oberackers flexible Einstellung und die reibungslose Zusammenarbeit bei der Neugestaltung des Schulumfelds, die den Schlussstein der über 20 Jahre andauernden Ortskern-sanierung darstellte.

Vereinssprecher Klaus Goerke hob hervor, dass die Bürger, die Vereine und vor allem die Kommune selbst von Oberackers Arbeit im Rathaus sehr profitierten.

In seiner Ansprache lies Klaus Oberacker die letzten 20 Jahre, die für ihn „wie im Flug vergangen sind“ in einem kurzen Streifzug Revue passieren und stellte dabei fest, dass Weingarten in dieser Zeit dank guter, vorausschauender Politik und konstruktiver Arbeit stark an Profil gewonnen habe und in fast allen Belangen „gut bis sehr gut“ aufgestellt sei.

„Die neue Aufgabe ist eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle und auf die ich mich sehr freue“, sagt Oliver Russel, dem alle Grußredner gute Wünsche mit auf den Weg gaben. Auch wenn Oberacker große Fußstapfen hinterlassen habe, will Russel künftig seine eignen Spuren legen und stets sein Bestes zum „Wohle der Gemeinde Weingarten und seiner Bürgerinnen und Bürger“ geben.


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